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Strahlentherapie in Norddeutschland

Radioonkologie in den Bundesländern
Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein
 

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Konferenz der Kliniken und Praxen für Strahlentherapie in Norddeutschland
Konferenzleitung: Prof. Dr. med. F. Würschmidt, Hamburg
Sekretariat und Internet-Redaktion: Dr. med. H.-J. Brodersen, Flensburg

Stand:  15. Januar 2015
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Herzlich willkommen auf den Seiten der Kliniken und Praxen für Strahlentherapie in Norddeutschland,
Sie finden hier aktuelle Informationen zu folgenden Themen:
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[ Inhaltsübersicht ]   [ Datenbank der Kliniken und Praxen für Strahlentherapie in Norddeutschland ]   [ Informationen, Adressen, Termine und Stellenanzeigen ]
[ Literatur ]   [ Check-Liste für External-Audits ]
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 [ Weiterbildung zum Facharzt für Strahlentherapie ]  [Leitlinie zur Weiterbildung ]  [ Empfohlene Literatur zur Weiterbildung ]
[ Ermächtigte Ärzte und Weiterbildungsstätten ]  [ Fachvertreter für Prüfungen zum Facharzt für Strahlentherapie ]
[ Fachkunde im Strahlenschutz nach der RöV und StrlSchV ]  [ Als Strahlentherapeut nach Dänemark ? ]  [ Impressum-Disclaimer ]
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[ Patienten-Info: "Strahlen für das Leben" ]  [ Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie ]  [ Spezielle Leitlinien in der Onkologie ]  [ PDQ Treatment Statements ]
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Wir sind für Sie unter folgender Adresse zu erreichen:
Internet: www.strahlentherapie-nord.de   -   eMail: strahlentherapie-nord@gmx.de
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Weiterbildung zum Facharzt für StrahlentherapieStrahlentherapie in Norddeutschland: InhaltsverzeichnisKliniken und Praxen für Strahlentherapie suchen Mitarbeiter

Kliniken und Praxen für Strahlentherapie suchen Mitarbeiter
Immer mehr Kliniken und Praxen für Strahlentherapie, nicht nur in Norddeutschland, sondern inzwischen europaweit, suchen derzeit engagierte Mitarbeiter zur Verstärkung ihres Teams. Nicht nur für Assistenzärzte und Fachärzte für Strahlentherapie (m/w), sondern auch für MTA-R und Medizinphysikexperten (m/w) bestehen  heute und in absehbarer Zukunft glänzende Berufsaussichten in einem jungen, sich dynamisch entwickelnden Fachgebiet im Fokus der Onkologie. Der gravierende Fachkräftemangel wird in der Regel durch ein schlichtes Informationsdefizit erklärt. Zu diesem Thema finden Sie daher hier auf den Seiten der Strahlentherapie in Norddeutschland eine ganze Reihe interessanter Informationen, die sich vorzugsweise an Abiturienten, Studenten und junge Assistenten (m/w) auf der Suche nach einer attraktiven beruflichen Zukunft richten.

DEGRO-Broschüre: Strahlentherapie und Radioonkologie im FokusStrahlentherapie und Radioonkologie im Fokus

Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) hat eine Broschüre herausgegeben, in der einige besonders anerkannte Mitbegründer unserer noch jungen Fachgesellschaft vorgestellt werden und die Eindrücke ihres langen Berufslebens reflektieren. Außerdem erhalten Sie hier Informationen über die Geschichte der Strahlentherapie, ihre interdisziplinäre Einbindung in das onkologische Fächerspektrum und die neuesten technischen Entwicklungen. Die DEGRO ermöglicht Ihnen zudem einen Blick hinter die Kulissen und läßt Sie am Arbeitsalltag einer deutschen Universitätsklinik für Radioonkologie und Strahlentherapie teilnehmen. Die DEGRO hofft, dass es ihr auf diese Weise gelingt, Ihnen unser Arbeitsgebiet etwas näher zu bringen und es, jenseits von Ängsten und Vorurteilen, in einem interessanten Licht erstrahlen zu lassen.

Zum Download der Broschüre im pdf-Format (5 MB) klicken Sie auf die Abbildung. Als Printversion ist die Broschüre über die DEGRO-Geschäftsstelle, Hindenburgdamm 30, D 12200 Berlin, Fax: 030 - 8441 9189 gegen eine Schutzgebühr von 3,- Euro erhältlich.

Weiterbildung zum Strahlentherapeuten/Radioonkologen
Jüngere Ärztinnen und Ärzte, die an einer Weiterbildung interessiert sind, finden alle wichtigen und relevanten Informationen auf der Website "Strahlentherapeut-Werden".
Ein Forum für jüngere Kollegen in der Radioonkologie findet sich auch auf der Blogsite "jDEGRO - die junge Fachgesellschaft".

Weiterbildungsinhalte im Fachgebiet Strahlentherapie
Falls Ihr Interesse geweckt wurde finden Sie auf dieser Seite wichtige Informationen zur Weiterbildung zum Facharzt für Strahlentherapie. Neben der individuellen klinischen Weiterbildung und dem Besuch wissenschaftlicher Kongresse und Fortbildungsveranstaltungen werden von der Akademie der DEGRO zur Fort- und Weiterbildung in der Radioonkologie regelmäßig spezielle Kurse zur Vermittlung des erforderlichen Grundlagenwissens angeboten. Darüberhinaus werden für den Erwerb der Fachkunde nach RöV und StrlSchV enstprechende Strahlenschutzkurse angeboten.

Weiterbildungsstätten für das Fachgebiet Strahlentherapie
Alle Weiterbildungsstätten mit den zur Weiterbildung ermächtigten Ärzten in Norddeutschland finden Sie in der Datenbank der Strahlentherapie-Nord.

Stellenanzeigen für Ärzte, Medizinphysikexperten und MTA-R
Aktuelle Stellenanzeigen der Kliniken und Praxen für Strahlentherapie sollten Sie in diesem Zusammenhang unbedingt beachten. Sie finden sie nicht nur im Deutschen Ärzteblatt, sondern auch auf den Homepages der DEGRO, der DGMP, des dvta, des VMTRO oder der Kliniken und Praxen für Strahlentherapie in Norddeutschland - viel Erfolg!


 
Empfohlene Literatur zur WeiterbildungStrahlentherapie in Norddeutschland: InhaltsverzeichnisKliniken und Praxen für Strahlentherapie suchen MitarbeiterWeiterbildung zum Facharzt für Strahlentherapie

Auszug aus der "alten" Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein
vom 16.10.1996, zuletzt geändert am 24.02.1998: (geringfügige Abweichungen in den anderen Bundesländern möglich)
Gebiet Strahlentherapie


Auszug aus der "neuen" Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein
vom 15.06.2005, in Kraft getreten am 30.08.2005, aktualisiert am 30.01.2008:
(geringfügige Abweichungen in den anderen Bundesländern möglich)

Auszug aus der (Muster-) Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer von 2003
(Muster-) Weiterbildungsordnung der BÄK von 2003 [PDF] (wird von den Ärztekammern in Landesrecht umgesetzt, bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer ÄK)

Leitlinie zur Weiterbildung zum Facharzt für Strahlentherapie (2005)
Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. und Berufsverband der Deutschen Strahlentherapeuten e.V. (pdf-Dokument)
In dieser Leitlinie finden sich Hinweise zu folgenden Themen: Fakultative Zusatz-Weiterbildung der DEGRO für Interventionelle Strahlentherapie (Brachytherapie, 2009)
Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. und Berufsverband der Deutschen Strahlentherapeuten e.V. (pdf-Dokument)
In dieser Leitlinie finden sich Hinweise zu folgenden Themen:
  • Präambel
  • Definitionen
  • Anforderungen an die Zusatz-Weiterbildung
  • Kollegiales Fachgespräch
  • Übergangsregelung
  • Inhaltliche Anforderungen
  • Personelle Voraussetzungen
  • Apparative Ausstattung
  • Qualitätssichernde Maßnahmen
  • Zertifizierung einer Weiterbildungsstätte


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    Zur Weiterbildung ermächtigte Ärzte und WeiterbildungsstättenStrahlentherapie in Norddeutschland: InhaltsverzeichnisWeiterbildung zum Facharzt für StrahlentherapieEmpfohlene Literatur zur Weiterbildung

    Lehrbücher und Leitlinien:

    Zeitschriften:
    Der Onkologe__   __Strahlentherapie und Onkologie
    Radiotherapy and Oncology__   __International Journal of Radiation Oncology


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    Fachvertreter für Prüfungen zum Facharzt für StrahlentherapieStrahlentherapie in Norddeutschland: InhaltsverzeichnisEmpfohlene Literatur zur WeiterbildungZur Weiterbildung ermächtigte Ärzte und Weiterbildungsstätten

    Siehe unter:

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    Fachkunde im Strahlenschutz nach der RöV und StrlSchVStrahlentherapie in Norddeutschland: InhaltsverzeichnisZur Weiterbildung ermächtigte Ärzte und WeiterbildungsstättenFachvertreter für Prüfungen zum Facharzt für Strahlentherapie

    Auskunft erteilen die Ärztekammern der Bundesländer auf Anfrage:



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    Als Strahlentherapeut nach Dänemark ?Strahlentherapie in Norddeutschland: InhaltsverzeichnisZur Weiterbildung ermächtigte Ärzte und WeiterbildungsstättenFachkunde im Strahlenschutz nach der RöV und StrlSchV

    Gesetzliche Grundlagen

    Erwerb der Fachkunde im Strahlenschutz nach der Röntgenverordnung Erwerb der Fachkunde im Strahlenschutz nach der Strahlenschutzverordnung Strahlenschutzkurse nach der Röntgen- und Strahlenschutzverordnung Ärztliche Stellen nach der Röntgen- und Strahlenschutzverordnung
     
    Strahlentherapie in Norddeutschland: InhaltsverzeichnisStrahlentherapie in Norddeutschland: InhaltsverzeichnisFachkunde im Strahlenschutz nach der RöV und StrlSchVAls Strahlentherapeut nach Dänemark ?
    Im staatlichen Gesundheitssystem Dänemarks gilt die strahlentherapeutische Versorgung der Bevölkerung als Aufgabe der vier dänischen Regionen. Entsprechend gibt es sechs große Zentren für Strahlentherapie in Herlev, København, Odense, Vejle, Aalborg und Aarhus mit jeweils mehr als vier Hochvoltgeräten. Damit versorgt ein Standort in Dänemark über doppelt so viele Einwohner wie in Norddeutschland. Dies hat für kurativ zu behandelnde Patienten teilweise relativ lange Wege zur täglichen Behandlung oder einen vier- bis sechswöchigen Aufenthalt im Patientenhotel zur Folge, während palliative Bestrahlungen schmerzhafter Skelettmetastasen vorzugsweise hypofraktioniert werden (zum Beispiel einmalig 8 Gy).

    Die Versorgungsdichte der dänischen Bevölkerung mit Bestrahlungsgeräten gleicht hingegen nahezu dem in Norddeutschland üblichen Verhältnis. Nach Sundhedsstyrelsen* (mit unserer Ärztekammer vergleichbare Behörde) wurden 1997 insgesamt 23 Linearbeschleuniger betrieben. Für eine Bevölkerung von 5,38 Mio. Einwohnern entspricht dies einer Gerätedichte von 234.000 Einwohnern/Gerät. Gravierende Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der Auslastung dieser Geräte. Während im norddeutschen Mittel 1998 an jedem Hochvoltgerät 549 Patienten mit 11.797 Fraktionen und 28.737 Feldern bestrahlt wurden, waren dies in Dänemark 1997 nur 321 Patienten mit 4.787 Feldern und 10.702 Fraktionen. Bei vermutlich gleicher Morbidität an Tumorerkrankungen resultiert daraus eine Einschränkung der Indikationsstellung zur Strahlentherapie (nur 137 Patienten/ 100.000 Einwohner in Dänemark gegenüber 236 in Norddeutschland) und eine lange Wartezeit von teilweise über sechs Wochen. Dabei sind die dänischen Standorte personell vergleichsweise gut besetzt. Eine etwas geringere Zahl an Ärzten/Gerät wird durch deutlich mehr Medizinphysiker und Assistenzpersonal/Gerät mehr als ausgeglichen.

    Der Mangel an Bestrahlungskapazität ist in Dänemark wohl bekannt und gutachterlich untersucht. Im Rahmen des National Kræftplan geht man von einem zusätzlichen Bedarf von 14 Linearbeschleunigern innerhalb der nächsten 5 Jahre aus, die aus wirtschaftlichen Gründen nicht dezentral im Sinne eines Satellitensystems, sondern durch Erweiterung der vorhandenen Standorte in Betrieb gehen sollen. Abgesehen von dem erheblichen dafür erforderlichen Investitionsvolumen, erfordert dies auch einen entsprechenden Zuwachs an qualifizierten Mitarbeitern, die allein in Dänemark nicht zur Verfügung stehen und derzeit EU-weit gesucht werden. Es werden sich daher auch deutsche Strahlentherapeuten fragen, ob für sie eine Tätigkeit als „overlæge“ in Dänemark in Frage kommt. Die gegenseitige Anerkennung der ärztlichen Approbation und Weiterbildung innerhalb der Staaten der EU wird durch die EU-Richtlinie 93/16/EWG geregelt. Mit einer entsprechenden Bescheinigung der Ärztekammer bereitet es keine Schwierigkeiten, auch ohne Sprachprüfung unter Vorlage der deutschen Urkunde die dänische Approbation zu erhalten. Auch die gegenseitige Anerkennung der Facharztanerkennung sollte innerhalb der EU normalerweise keine Schwierigkeiten bieten.

    Vor einer Bewerbung als „Facharzt für Strahlentherapie“ in Dänemark sollte man jedoch wissen, daß eine entsprechende Bezeichnung „speciallæge i terapeutisk radiologi/strålebehandling“ dort vor einigen Jahren durch die in Deutschland nicht existierende Bezeichnung „speciallæge i onkologi“ (Facharzt für Onkologie) ersetzt wurde. Eine Anerkennung der deutschen Weiterbildung sei nach Auffassung von Sundhedsstyrelsen für Strahlentherapeuten daher nicht generell, sondern erst nach detaillierter Prüfung der Weiterbildungsinhalte hinsichtlich der dänischen Weiterbildungsordnung möglich. Dies würde in der Regel bedeuten, daß deutsche Strahlentherapeuten erst nach einer weiteren mehrjährigen Weiterbildung in Dänemark und spezieller Onkologie-Kurse die dortige Anerkennung als „speciallæge i onkologi“ erwerben könnten, die letztlich Voraussetzung für eine Tätigkeit als „overlæge“ wäre. Auch in Deutschland ausgebildete MTRA werden sich vergeblich nach entsprechenden Stellenangeboten in Dänemark umsehen. Ihre Tätigkeit in der Dosimetrie, Bestrahlungsplanung und Simulation wird in Dänemark von „radiografen“, die Arbeit am Linearbeschleuniger hingegen von speziell geschulten „sygeplejerske“ (Krankenschwestern) übernommen, MTRA nach deutscher Berufsbezeichnung sind in Dänemark nicht bekannt.

    Als Strahlentherapeut nach Dänemark? Gerne, aber zu welchen Bedingungen und unter welchen Umständen, gibt es offenbar doch noch „closed shops“ in Europa? Eine Klärung dieser diskriminierend und protektionistisch anmutenden Position von Sundhedsstyrelsen, konnte erst durch eine Klage vor dem Sundhedsministeriet (dänisches Gesundheitsministerium) erreicht werden. Sundhedsministeriet hat mit Datum 04.12.2001 festgestellt, daß nach EU-Recht ein grundlegendes Verbot nationaler Diskriminierung, also in den Staaten der EU auch für die ärztliche Weiterbildung das Gleichheitsprinzip gilt. Da in Dänemark die ehemaligen „speciallæge i terapeutisk radiologi“ automatisch die Anerkennung als „speciallæge i onkologi“ erhielten und in der EU-Direktive lediglich die dänische Facharztbezeichnung geändert, nicht jedoch ein neues Fachgebiet eingerichtet wurde, wurde Sundhedsstyrelsen angewiesen, der EU-Direktive folgend, die deutsche Anerkennung als „Facharzt für Strahlentherapie“ der dänischen Anerkennung als „speciallæge i onkologi“ gleichzustellen und entsprechende Urkunden ohne zusätzliche Auflagen auszustellen. Ob nun als „Strahlentherapeut“ oder „onkolog“, Europa läßt grüßen: hjertelig velkommen i Danmark!

    Eine umfangreiche Zusammenstellung der im Internet veröffentlichten Strukturdaten zur Strahlentherapie in Dänemark findet sich im DokumentationsCenter for Strålerapporter der Dansk Selskab for Klinisk Onkologi (DSKO).

    Kontakt: Dr. H.-J. Brodersen, 24944 Flensburg (Stand: 2002, zwischenzeitliche Änderungen möglich, um entsprechende Nachricht wird gebeten)


    Dänisch-deutsche Onkologie-Kooperation
    Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 5/2008, S. 70

    Die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Dänemark ist eines der wesentlichen Ziele der schleswig-holsteinischen Landesregierung. Das betrifft auch und besonders die Kooperation im Gesundheitswesen. Schon seit Jahren erhalten zahlreiche Patienten aus Dänemark eine Strahlentherapie in Flensburg und Kiel. Mit der Neuordnung der dänischen Regionen soll die Zusammenarbeit jetzt auch zwischen den Universitäten ausgeweitet werden.

    Wichtig ist dabei das Kennenlernen der Partner und der jeweiligen Eigenarten im anderen Land. Dazu eignet sich der Besuch wissenschaftlicher Fachkonferenzen in besonderem Maße. Nimmt man die Jahrestagung der Dänischen Gesellschaft für klinische Onkologie vom 10. bis 12. April in Vejle, werden Unterschiede zwischen den Ländern augenfällig. Mit 150 Teilnehmern sind fast alle klinischen Onkologen des Landes anwesend. Anders als in Deutschland sind Hämatologen und Strahlentherapeuten in Dänemark in einer Fachrichtung vereint. So ist dann auch das Programm eine Mischung aus Strahlentherapie und Onkologie. Bemerkenswert ist die Konferenzsprache Englisch, auch wenn nur vier von 150 Teilnehmern nicht dänisch sprechen. Die kleinen Länder haben hier die Zeichen der Zeit erkannt und nutzen selbst bei nationalen Veranstaltungen die weltweite Wissenschaftssprache Englisch, im Übrigen auf bemerkenswertem Niveau.

    Im familiären Umfeld des idyllisch über dem Vejle Fjord in einem Wald gelegenen Munkebjerg Hotel kennt jeder jeden. Man nennt sich beim Vornamen und ist wie überall in Dänemark per Du. Als einziger Deutscher wird man herzlich in der Familie aufgenommen und bei Tisch einfach in Englisch geplaudert. Dabei wird aber schnell klar, dass auch in Dänemark das gesundheitspolitische Umfeld problematisch ist. Das staatliche Gesundheitswesen, dem die Politik, nicht immer zu Unrecht, mangelnde Effizienz vorwirft, wird neuerdings strikt reglementiert. Die Vorgaben kommen allein vom Staat, der ärztliche Sachverstand ist immer weniger ausschlaggebend. Die Behandlung soll zukünftig nach strikten zeitlichen Vorgaben erfolgen, werden diese nicht eingehalten, folgen umgehende Sanktionen. Hervorgerufen wurde diese Situation durch überlange Wartezeiten auf Behandlungen. Die Behandlungsstandards orientieren sich in Dänemark, mehr noch als in Deutschland, an den letzten Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft. Will man diese aber umgehend in die klinische Praxis implementieren, hat man ein Kapazitätsproblem und Wartezeiten. In England und Schweden gibt es deshalb Selektionskriterien, die gesellschaftlich akzeptiert sind, in Deutschland aber undenkbar wären. Da sich die dänische Bevölkerung in den letzten Jahren verstärkt an den Verhältnissen in Deutschland orientiert hat, ist dieser Konsens aufgebrochen und der Druck auf zeitgerechte Behandlung für die Politik spürbar geworden. So war das Gesundheitswesen Hauptthema der letzten dänischen Folketing-Wahlen. Die dänische Regierung hat der Bevölkerung das Versprechen gegeben, innerhalb von vier Wochen eine onkologische Behandlung zu bekommen und damit einen Rechtsanspruch verbunden. Endlich fließt lange benötigtes Geld als Investitionen in das Gesundheitswesen. Da aber das Personal erst in längeren Zeiträumen ausgebildet werden kann, werden Kapazitätsengpässe durch die Kooperation mit deutschen Krankenhäusern überbrückt. Zum gegenseitigen Vorteil: Durch die strikte Budgetierung im deutschen Krankenhauswesen ist jeder Euro, der aus dem Ausland zuverdient werden kann, eine Hilfe zur Minderung der eigenen Investitionsschwäche. Wollen wir in Deutschland zukünftig Innovation ebenso schnell wie in Dänemark abbilden, wird die hiesige Politik nicht umhin können, auch bei uns mehr Geld für ein zeitgemäßes Gesundheitswesen in die Hand zu nehmen.

    Kontakt: Dr. Jürgen Schultze, 24159 Kiel


    Norwegen erkennt die im EWS erworbene Facharztausbildung an sofern es eine vergleichbare norwegische "spesialitet" gibt. Dies ist für die Strahlentherapie nicht der Fall weshalb im Regelfall eine Zusatzausbildung in klinischer Onkologie und die Teilnahme an einigen obligatorischen Kursen gefordert wird bevor der norwegische "spesialist i onkologi" erteilt wird. Der genaue Umfang dieser Zusatzausbildung wird von der norwegischen Ärztevereinigung (Den norske lægeforening) auf individueller Grundlage festgelegt.

    Z.Z. scheint es aber möglich zu sein den deutschen Facharzt in den dänischen Facharzt "speciallæge i onkologi" zu tauschen. Die dänische Qualifikation müsste dann nach der derzeit gültigen nordischen Übereinkunft (nordisk overenskomst) in Norwegen anerkannt werden. Natürlich wird ein möglicher Arbeitgeber in diesem Fall die (mangelnde) klinische Ausbildung beurteilen müssen. Die norwegische Ärztevereinigung wird vermutlich darauf einwirken, dass die Onkologie aus der nordischen Übereinkunft ausgeschlossen wird.

    Overenskomst om felles nordisk arbeidsmarked for visse yrkesgrupper innen helsevesenet og for veterinærer
    I henhold til departementsvedtak ble avtalen undertegnet i Arjeplog 14. juni 1993 og Norge godkjente avtalen 27. august 1993. Avtalen trådte i kraft 1. januar 1994. Foruten Norge er Danmark, Finland, Island og Sverige part i avtalen. Overenskomsten er sist endret ved avtale inngått i 1998. Disse endringene trådte i kraft 1. april 2001 og er innarbeidet her.

    Kontakt: Christoph Müller, M.D., Dep. of Tumour Biology, The Norwegian Radiumhospital, N 0310 Oslo, Tel.: 0047 2293 4000


    Strahlentherapie in der EU: Bezeichnungen der Richtlinie 93/16/EWG des Rates vom 5. April 1993
    - Radiotherapie:


    Bezeichnungen der Richtlinie 2001/19/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14.05.2001
    Mindestdauer der fachärztlichen Weiterbildung: 4 Jahre


    Sundhedsstyrelsen (DK): Bekendtgørelse om uddannelse af speciallæger

    Klinisk Onkologi
    Auszug aus der dänischen Weiterbildungsordnung:
    (Målbeskrivelse for Speciallægeuddannelsen i Klinisk Onkologi 2007)

    1.1 Specialet klinisk onkologi
    Kliniske onkologer er speciallæger med speciel viden, forståelse og ekspertise inden for diagnostik og behandling af patienter med kræftsygdomme. Speciallægen har et indgående kendskab til epidemiologiske og patofysiologiske forhold ved neoplasi samt de onkologiske behandlingsmodaliteter og deres virkningsmekanismer. Denne viden omfatter både systemisk og regional ikke-kirurgisk antineoplastisk behandling.

    Gennem det daglige arbejde med diagnostik og patientbehandling, behandling af komplikationer og palliation, hvori den kliniske onkolog integrerer alle rollerne som medicinsk ekspert, kommunikator og samarbejder og ikke mindst udbygger og vedligeholder sin professionelle adfærd, afbalanceres den kliniske onkologs arbejdsområde herunder samarbejdsrelationer til alle kliniske og parakliniske specialer i en funktionel helhed, svarende til den klinisk onkologiske speciallæges ligeværdige kompetencer inden for medicinsk onkologi og radioterapi. Denne balance afspejles i den efterfølgende skematiske opstilling i denne målbeskrivelse.

    Gennem stor indsigt i forskningsmetodologiske aspekter i klinisk onkologi og med en evidensbaseret holdning er den kliniske onkolog ansvarlig for anbefaling, ordination, udførelse og supervision af ikke-kirurgisk kræftbehandling. Ved kompetent og etisk praksis medvirker speciallægen til forbedret livskvalitet, forlænget overlevelse og helbredelse af kræftpatienter. Den
    fremtidige kræftbehandling forbedres ved speciallægens integrerede kliniske og videnskabelige holdning til sit fag.

    1.7 Speciallægeuddannelsens opbygning
    Speciallægeuddannelsen i klinisk onkologi består af en introduktionsuddannelse og en hoveduddannelse.

    1.7.1 Introduktionsuddannelsen
    Introduktionsuddannelsen varer 12 måneder og har til formål at den uddannelsessøgende skal opnå basale kompetencer inden for specialet og kvalificere lægen til ansættelse i et hoveduddannelsesforløb. Introduktionsuddannelsen skal også give den uddannelsessøgende mulighed for at vurdere om specialet er noget for ham/hende, ligesom der er mulighed for at vurdere om den uddannelsessøgende skønnes egnet til specialet. Mindst 3 måneder bør være på en højt specialiseret onkologisk afdeling for at den uddannelsessøgende kan få et detaljeret indtryk af fagets indhold, og herunder praktisk kendskab til radioterapi, men kan i øvrigt sammensættes fleksibelt ved inddragelse af regionens funktionsbærende enheder med onkologisk funktion. I løbet af introduktionsuddannelsen udbyder Selskabet kurser inden for radiofysik, radiobiologi, kemoterapi, akutte medicinske og onkologiske tilstande samt Good Clinical Practice (GCP). Kvalificeret til ansættelse i introduktionsuddannelse er alle med tilladelse til selvstændigt virke som læge. Det er regionerne, der planlægger og godkender introduktionsforløb.

    1.7.2 Hoveduddannelsen
    Hoveduddannelsen varer 60 mdr., og sammensættes regionalt med henblik på at erhverve målbeskrivelsens minimumskompetencer. Hovedparten af uddannelsen skal foregå på en højtspecialiseret onkologisk afdeling, og det anbefales at relevante onkologiske og intern medicinske kompetencer erhverves ved ophold på en funktionsbærende enhed med onkologisk funktion. Kompetencer i tilgrænsende specialer kan indhentes ved fokuserede kliniske ophold på relevante afdelinger. I hoveduddannelsen indgår 6 ugers specialespecifikke teoretiske kurser og 4 ugers integreret forskningstræning.


    Weiterführende Literatur

    Impressum - Disclaimer
    Herausgeber: Dr. med. Hans-Jürgen Brodersen, Facharzt für Strahlentherapie (D), Waldstraße 17, D 24939 Flensburg, Telefon: +49 (461) 816 2442, eMail: strahlentherapie-nord@gmx.de. Die Seiten der Strahlentherapie in Norddeutschland wurden sorgfältig zusammengestellt und mit Ihren Informationen und Hinweisen ständig aktualisiert. Anfragen und Hinweise zur Homepage senden Sie bitte an den Herausgeber. Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt entsprechend gekennzeichneter Artikel ist der jeweils unter Kontakt genannte Autor. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr, werden ehrenamtlich erstellt und verfolgen keinerlei wirtschaftliche Interessen. Sie dienen ausschließlich einer orientierenden, unverbindlichen Information von Fachkreisen und interessierten Patienten. Die Nutzung der Inhalte erfolgt auf eigene Gefahr des Nutzers. Herausgeber und Autor übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen, entsprechende Haftungsansprüche sind ausgeschlossen. Zuständige Landesärztekammer, Rechtsgrundlagen und KV: Ärztekammer Schleswig-Holstein, Heilberufekammergesetz und Berufsordnung der ÄKSH, KassenärztlicheVereinigung SH

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    Das Internet ist kein Sprechzimmer und kann das persönliche Gespräch mit einem Arzt Ihres Vertrauens nicht ersetzen. Dennoch ist das Internet auch für Patienten interessant und hilfreich, da es eine Fülle von Informationen bietet, die auf anderem Wege kaum zu erhalten wären. Unter den zahlreichen Informationsangeboten finden sich jedoch nicht nur seriöse Informationen, sondern auch Beiträge, die nicht dem schulmedizinisch anerkannten Fachwissen entsprechen oder in erster Linie wirtschaftliche Interessen verfolgen. Bitte übernehmen Sie daher nicht kritiklos Informationen aus dem Internet, sondern besprechen Sie diese ausführlich mit einem onkologisch erfahrenen Arzt Ihrer Wahl.
    Herzlichen Dank!

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    Zusammenstellung: Dr. med. Hans-Jürgen Brodersen, Facharzt für Strahlentherapie (D), Waldstraße 17, D 24939 Flensburg  -  (Private Homepage)